(26.07.2011) "Feuer, Wasser, Sturm!"

 

Lässt man das vergangene Wochenende Revue passieren, fühlt sich so manch ein Mitarbeiter des Bereiches Abwasser an dieses Spiel aus Kindertagen erinnert. „…Die Spieler bewegen sich im Raum umher (keiner darf still stehen). Der Spielleiter ruft nun eine der zuvor ausgemachten Katastrophenwarnungen (etwa "Feuer" oder "Wasser"). Die Spieler müssen entsprechend reagieren….“
Seit Donnerstagnacht waren die Mitarbeiter des Zweckverbandes im Dauereinsatz um „tatsächliche Katastrophen“ zu verhindern. Denn, obwohl der Zweckverband ein Trennsystem betreibt, bei dem Schmutz- und Regenwasser in getrennten Kanälen abgeleitet wird, waren die Schmutzwasserpumpwerke aufgrund des starken Regens zeitweise überlastet. Zum Glück fiel keines der Pumpwerke aus. Am Freitagmorgen stand für ca. eine halbe Stunde die Bahnhofstr. im Bereich des Bahnhofs unter Wasser. Die stürmischen Winde der letzten Tage hatten sehr viel Wasser in den Peenestrom gedrückt und die Pegel stark ansteigen lassen, so dass das Regenwasser in der Bahnhofstraße nicht mehr schnell genug in den Peenestrom abgeleitet wurde. Mehrere PKW und auch ein Einsatzwagen der Polizei blieben in den Fluten stecken. Erst gegen 8:00 Uhr beruhigte sich die Lage hier wieder.

 

 

Auf der Kläranlage Wolgast wurden am Freitag 60 l Regen je m² erfasst. Danach war die Kapazität des Messgerätes erreicht. Nur, der Regen hielt bis Sonnabend an. Von Donnerstag bis Sonntag fielen mehr als 108 l je m² (Messung Kläranlage Wolgast). Auf der Großbaustelle der Stadt Wolgast und des Zweckverbandes in der Wilhelmstr. war an Arbeiten am Freitag nicht zu denken. Die Baugruben standen komplett unter Wasser.

 

Gegen Mittag musste die Baufirma noch einmal anrücken, um den Fußweg in Richtung Stadtzentrum zu sichern.

 

Erst am Sonnabendnachmittag „normalisierte“ sich die Lage wieder bis am Sonntagabend die Leitstelle Greifswald mit dem Anruf: „Feuer in der Lotsenstr.!“ den Bereitschaftsdienst des Zweckverbandes erneut aus der „Ruhe“ riss. In der Lotsenstr. befindet sich die Verwaltung des Zweckverbandes. Zum Glück stand jedoch nicht diese in Flammen, sondern „nur“ ein seit Jahren leerstehendes, an die Verwaltung angrenzendes Gebäude der ehemaligen F. -Nansen- Werft. Zur Erleichterung aller konnte durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr ein übergreifen der Flammen auf das Verwaltungsgebäude verhindert werden.

(Fotos Nr. 1,2,5 mit freundlicher Überlassung durch T. Wallrodt)